Unternehmenskommunikation verfehlt: Es ist verdammt hart, so aufzufliegen

Der Rewe-Konzern hat sich gerade die zweithöchste je in Österreich verhängte Kartellstrafe eingefangen – wegen Preisabsprachen mit Lieferanten. Die knapp 21 Millionen Euro Bußgeld liegen zwar noch unter 2 Promille des Umsatzes; der Kratzer im Image dürfte aber schwerer wiegen. Das interessiert uns nun wegen eines peinlichen, aber lehrreichen Kollateralschadens für einen Markenslogan. Weiterlesen „Unternehmenskommunikation verfehlt: Es ist verdammt hart, so aufzufliegen“

Standard-Texte entspannt entwickeln – O du fröhliche, verdammt nochmal!

Zu Advent und Weihnachten ist ja von den Kanzeln herab schon alles gesagt worden – und das bezüglich der Umsatzerwartungen auch von der Wirtschaftskammer. Die Konjunktur der bewaffneten Konflikte wird nicht spürbar nachlassen, die Vermüllung der Erde geschenkbedingt eher eine Spitze erleben, um danach normal weiter zu wachsen. Die Frau gestern an der Tankstellenkasse war sich mit der Kundin vor mir einig: Besser, Weihnachten wäre schon wieder vorbei.

Was ist also zu tun? – Weiterlesen „Standard-Texte entspannt entwickeln – O du fröhliche, verdammt nochmal!“

„Wenn Sie diesen Satz verstehen, hat er seinen Sinn verfehlt!“


Verständliche TexteNehmen Sie sich zehn Minuten Zeit und schauen Sie sich zuerst mal an, was Georg Schramm, diesjähriger Ehrenpreisträger beim Deutschen Kleinkunstpreis, zu Geplapper (darauf bezieht sich die Überschrift) und kraftvollen Sätzen zu sagen hat: hier bitte… Weiterlesen „„Wenn Sie diesen Satz verstehen, hat er seinen Sinn verfehlt!““

Mein Compliance Management bleibt wie bisher

Im neuen Falter mokiert sich mein Lieblings-Chefredakteur Armin Thurnher über einen Brief von ÖBB-Chef Christian Kern zur Abschaffung der „Vorteilscard Presse“: Die gab es für Journalisten bisher zum halben Preis der normalen Vorteilscard und mit dem Privileg, ohne Aufpreis 1. Klasse zu fahren. Als was immer das gedacht war (Bestechung?) – Weiterlesen „Mein Compliance Management bleibt wie bisher“

Mit Storytelling Interesse wecken: Erzählen Sie doch mal!

Man muss nicht, aber man kann durchaus mal: nämlich etwas ganz anderes schreiben als „Bestellen Sie jetzt!“ Klar, jeder gute Gebrauchtwagenhändler poliert die Karosserien und hat die niedrigsten Preise. Aber zusätzlich hat er Geschichten auf Lager, die dem Kunden Zeit (und ein paar Gründe) geben, Zutrauen zu fassen. Die Geschichten vom Gebrauchtwagenhändler gehen natürlich ganz, ganz anders als die vom Biobäcker und vom Einrichtungshaus. Aber ein paar Strickmuster gibt es, die kann man sich merken:

Die Einleitung ist unterhaltend, macht neugierig oder trifft ein wahrscheinliches Interesse. Am besten alles zugleich. Aber sie erscheint zweckfrei: kein Angebot, nicht der Hauch von einem Produkt. Sie erzählen wie gerade zurück aus dem Urlaub. Im zweiten Schritt formulieren Sie ein paar persönliche Gedanken dazu. Persönliche!! – Einfach, aber nicht banal. Originell, aber nicht albern. Gerade so, dass der Leser am Schluss gerne bereit ist, mit Ihnen in die Zielgerade einzubiegen. In diesem dritten Schritt – keiner hat‘s gemerkt – führen Sie ganz entspannt vor, was das alles mit der typischen Qualität Ihrer Arbeit zu tun hat. Aus, mehr nicht.

Das funktioniert, versprochen! Ich mache das selbst mit meinen „Mitteilungen aus der Provinz“ hier. Und ich bin nicht der Einzige. Die von mir hochgeschätzte Agentur BGP (Berlin, Oberhausen) hat vor einiger Zeit ein traumhaft motivierendes Magazin herausgegeben, das von so einem Text eingeleitet wird. Den habe ich völlig neidfrei als hübsches Beispiel in den „Mitteilungen“ von heute veröffentlicht (unter dem Titel „Das Leben ist wie eine Sandburg“).