+++ Blog: Mitteilungen aus der Provinz +++

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Authentische WeihnachtswünscheAlso ich spreche jetzt niemanden direkt an – aaaber… Trotz aktueller Krise wird ja breit gestreut „Frohe Weihnachten!“ oder Ähnliches gewünscht, und zwar privat wie geschäftlich. Aus Zeit- und Kostengründen überwiegen dabei schon lange E-Mails, Postings usw. gegenüber Briefkarten. Doch das mindert nicht die damit verbundenen Peinlichkeiten, denn Weiterlesen „Weihnachten kommt immer so plötzlich!“

Gute Texte brauchen Apps!

Ich hatte schon eine App, lange bevor es welche für Smartphones gab: Sie braucht kaum Prozessorleistung und scannt unbemerkt jedes Gespräch, jede Lektüre und fast jeden Gedanken. Wenn sie etwas Geeignetes findet, präsentiert sie das geräuschlos und bietet Verwendungsmöglichkeiten an. Diese App ist bei mir eine Hirnfunktion, und sie produziert Weiterlesen „Gute Texte brauchen Apps!“

Kürzen, kürzen, kürzen!

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Tool für schön schlanke Texte

„Schleich di!“ (oder etwas hochdeutscher „Hau ab!“) wirkt besser als „Ich fordere Sie hiermit auf, sich unverzüglich zu entfernen.“ Hört sich selbstverständlich an, wird aber oft vergessen, sobald jemand zum Stift oder zur Tastatur greift. Leider! – denn meist entscheiden die ersten Sekunden, ob Ihr Text gelesen wird. Untersucht ist: Je mehr Wörter ein Satz hat, ja sogar je mehr Silben die Wörter im Satz haben, desto schneller erlahmt die Aufmerksamkeit. Probieren Sie nur mal Folgendes aus:

  • Wenn Sie etwas weglassen, und man versteht es immer noch, dann lassen Sie’s weg.
  • Wenn ein Komma im Satz steht, das gerne Punkt werden will, dann gönnen Sie’s ihm.
  • Alles, was vor „das heißt:“ steht, können Sie meist weglassen.
  • Schreiben Sie nicht „Sie können Ihr Fahrzeug unentgeltlich abstellen“, schreiben Sie „Gratis parken!“

Von Mensch*innen und Mitglieder:innen: gegendert schreiben mit Stil

Entweder Sie haben so viel Zeit wie Radio Ö1; die sagen und schreiben (fast) immer „Hörerinnen und Hörer“. Oder es ist Ihnen, wie etwa der Deutschen Bahn, egal: „Wir wollen unsere Kunden durch Leistung überzeugen.“ Vielleicht haben Sie aber auch schon Kund/innen, Kund(inn)en oder KundInnen?
So, jetzt wollen Sie sich weder als Macho noch als Kampfemanze darstellen, und diese eigenartigen Schreibweisen liegen Ihnen auch nicht. Was tun? – Sie wollen ja auch keine/n vergraulen. Das ist schon das erste gute Beispiel: Vergraulen Sie nicht keine/n, sondern vergraulen Sie niemanden! Was nicht jede/r kann, das können alle. Und alle sind Gäste, aber Besucher sind vielleicht nur die Hälfte.

Kreativ zu formulieren hilft also oft – aber eben nicht immer. Und da seien Sie dann etwas flexibel: Bei Anreden ist es sicher wichtig, Kundinnen und Kunden anzusprechen. Aber mitten im Text muss es nicht immer sein. Hauptsache, Sie formulieren so, dass Menschen beiderlei Geschlechts sich durchgängig angesprochen fühlen! Notfalls erfüllen Sie auch einmal Kundenwünsche für Sie und Ihn… Dann ist keiner beleidigt und jede ist gerne Ihre Kundin.