Mal so, mal so: Schreiben im Wechselbad

Witzige TexteDie Büffel haben sich gerade ein bisschen auf der Prairie verteilt und grasen, der Staub lichtet sich… und wenn Sie jetzt nichts verstehen, lesen Sie eins weiter unten den letzten Blog. Der ist – Schande über mich – schon wieder über zwei Monate alt. Eben wegen der Büffel.

Zwei Exemplare davon lernen Sie jetzt kennen. Dann haben Sie auch einen Begriff davon, welche Bandbreite die Texterei in Wahrheit abdeckt. Der Abschnitt „Mein Angebot von A bis Z“ kann das ja nur andeuten. Und ich sage Ihnen vorweg: Wenn die Extreme von „verspielt“ bis „blutiger Ernst“ gleichzeitig auf dem Tisch sind, ist das durchaus mental etwas anstrengend.

Ich fange mal mit dem Verspielten an: Den ganzen April über war ich eine Kuh. – ??? – Doch, echt! Der Job war, für eine Molkerei im Namen einer Milchkuh auf Facebook präsent zu sein. Diese Kuh gibt es auch tatsächlich. Auf ihrer Facebook-Seite standen dann echte Informationen über sie neben unterhaltsam verpackten Werbebotschaften über die Milchprodukte der Molkerei, über die bäuerliche Milchwirtschaft allgemein und so manches andere.

Die Sache lief ziemlich gut, mit ca. 40.000 Beitragsaufrufen, und die Kuh „gefiel“ über 430 Usern. Ich meldete mich jeden Tag mindestens einmal mit einem herzhaften „Muhhh!“, scherzte über meinen Melkroboter, verbreitete den Wetterbericht oder gab bekannt, dass aus meinem Euter täglich die Milch für 1 Kilo Butter kommt. Die Menschen fanden das sympathisch, sogar eine andere Kuh mit eigener Facebookseite hat sich gemeldet. Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Geld auch einmal so verdiene.

Gar kein Geld verdiene ich dagegen mit einem überhaupt nicht spaßigen Auftrag: In unmittelbarer Nähe soll hier eine Hochspannungsleitung durch eine der schönsten Landschaften Oberösterreichs geprügelt werden, und natürlich gibt es einen Mordswiderstand dagegen, und natürlich schert sich die Politik großteils keinen Deut darum, und natürlich bin ich auch dabei der Schreiber.

Das muss man sich als honorarfreien Teilzeitjob (mit Tendenz zur Uferlosigkeit) vorstellen. Ich betreibe eine Website, mache die interne und externe PR und versaue mein normalerweise ordentliches Deutsch mit ellenlangen juristischen Elaboraten, um die Behörde zu beeindrucken, in deren Hand die Entscheidung über das Stromtransportmonstrum liegt. Der Einsatz folgt so etwa dem alten Spontispruch „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“

Die Laune bei der Arbeit ist dementsprechend leicht instabil. Aber Büffel sind ja auch nicht immer heiter und ausgeglichen…

15. Mai 2011

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